oder auch das Elbsandsteingebirge. So nennen die Geologen diese in Europa einmalige Landschaft. Jahr für Jahr zieht es über eine Million Erholungssuchende, vor allem Wanderer und Bergsteiger in diese Region. Große zusammenhängende Wald- und Felsgebiete wurden 1993 als Nationalpark ausgewiesen, in dem es gilt, die weitgehend ursprüngliche Landschaft, sowie die teilweise einmalige Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren.

Die Entstehung

Nach Hebungsvorgängen vor etwa 88 Millionen Jahren kam es zum Abfluss eines Kreidemeeres und damit zum Ende einer Ablagerung bzw. Bodensatzbildung. Zurück blieb der Meeresboden in Form einer geschichteten Sandsteinplatte. Stabile sandig-kiesige Sedimente und leicht verwitternde tonig-schluffige Sedimente bilden die Grundlage des Elbsandsteingebirges. Die charakteristische Quader-Erscheinungsweise verdankt der Elbsandstein einer ständigen horizontalen Schichtung und der vertikalen Zerklüftung.   Die Klüfte durchziehen in relativ regelmäßiger Form die Sandsteinablagerungen. Sie entstanden durch einsetzende Verwitterungsvorgänge wie Auswaschungen, Frost- und Salzsprengungen. Wind und Lösungsvorgänge mit Versinterungen sowie biogene und mikrobielle Einwirkungen haben die Felsoberflächen weiter verändert. Das Elbsandsteingebirge ist der größte Kreidesandstein-Erosionskomplex in Europa.

Der Naturschutz

In Sachsen befindet sich die Nationalparkregion Sächsische Schweiz, welche aus dem zweigeteilten 93 km² großen Nationalpark Sächsische Schweiz (NLP) und dem umliegenden 287 km² großen Landschaftsschutzgebiet (LSG) besteht. Der deutsche Gebirgsteil wurde als eines der 77 bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands prädikatisiert.  Im angrenzenden böhmischen Gebirgsflügel besteht noch ein weiteres Landschaftsschutzgebiet, so dass damit rund 700 km² Gesamtfläche des Gebirges als Natur- und Kulturlandschaft unter Schutz stehen.

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